Jahreshauptversammlung 2019

OGV Pflugfelden wählt Ehrenmitglied

Der Obst- und Gartenbauverein Pflugfelden (OGV) besteht seit 50 Jahren, ein besonderer Anlass für eine Ehrung. Das letzte Gründungsmitglied, Günter Ziegler, wurde aus diesem Grund für seine langjährige Treue zum Verein zum Ehrenmitglied ernannt. Georg Gnann, 1. Vorsitzender, und Dietmar Buck, 2. Vorsitzender, überreichten ihm eine Urkunde und einen Geschenkkorb.

Es waren zahlreiche Mitglieder zur Versammlung im Evangelischen Gemeindehaus in Pflugfelden gekommen. Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Georg Gnann Vereinsmitglieder und Gäste, Gemeinderat Reinhold Noz und Vertreter der Pflugfelder Vereine.

Das vergangene Vereinsjahr wurde im Schriftführerbericht von Kornelia Heißerer in Erinnerung gerufen. Der Winterschnittkurs, das Fest im Vereinsgarten zu Fronleichnam mit einem Gottesdienst im Grünen, die mehrtägige Lehrfahrt an die Blumenriviera und die Blumenschmuckabschlussfeier sind dabei nur beispielhaft genannt.

Den Kassenbericht trug die kommissarische Kassiererin Kornelia Heißerer vor. Demnach wurde sorgfältig und wirtschaftlich  gearbeitet.  

Die Entlastung von Vorstand, Ausschuss und Kassenprüfer, um die Gemeinderat Reinhold Noz bat, erfolgte einstimmig.

Die Wahlen führten zu folgenden Ergebnissen: in ihren Ämtern wurde der 1. Vorsitzende Georg Gnann, Beisitzer Günther Gschwind und Kassenprüfer Roland Mayer bestätigt. Neu gewählt wurde zum Kassier Kornelia Heißerer (bisher Schriftführerin), zur Schriftführerin Martina Greiner (bisher Beisitzer). Neu geschaffen wurde das Amt des Stellvertretenden Schriftführers, in das Stefan Schürg gewählt wurde, der bisher ebenfalls Beisitzer war. Barbara Schmitt und Jens Kerpes wurden neu zu Beisitzern gewählt. Alle Wahlen erfolgten einstimmig.

Besonders geehrt wurde Günther Gschwind, der seit 1992 Ämter als Beirat und Kassenprüfer bekleidete. Von Georg Gnann und Dietmar Buck bekam er eine Urkunde, eine Ehrennadel und ein Weinpräsent überreicht.

Georg Gnann stellte das Programm für das Jubiläumsjahr 2019 vor, das wieder sehr  abwechslungsreich sein wird. Die Lehrfahrt geht in diesem Jahr nach Wetzlar und Umgebung, einer Gegend, die nicht jeder kennt, aber viel zu bieten hat. Dazu sind Anmeldungen ab sofort möglich. Das ausführliche Jahres-programm hängt in den Schaukästen am Vereinsgarten (in der Verlängerung der Turmstraße) und bei der Bushaltestelle in der Dorfstraße aus.

Winterschnittkurs 2019

Der 1. Vorsitzende Georg Gnann begrüßte einige Unentwegte, die trotz Matsch und regnerischem, nasskaltem Wetters den Weg in den Vereinsgarten gefunden haben.

Dipl. Agrar-Ingenieur Steffen Polinski ging zunächst auf Pflanzenkrankheiten ein. An Obstbäumen tritt in Deutschland seit einiger Zeit ein relativ neuer, pilzlicher Rindenbrand auf. Anfangs zeigen sich dabei an Stamm und dicken Ästen bräunlich-rötlich verfärbte, etwas eingesunkene Flecken auf der Rinde, die mit der Zeit größer werden und zusammenlaufen. Es kommt zu Rissbildungen und Abplatzen, Wunden heilen nicht mehr. Unter abgeplatzter Rinde ist das schwarz verfärbte Holz zu sehen, darauf später auch die 0,1 – 3 mm großen Fruchtkörper („Schwarzer Krebs“). Ursache ist der Pilz Diplodia mutila, ein Schwächeparasit, der vor allem trockenheits- und stressgeschädigte Gehölze befällt und meist an der Sonnenseite auftritt. Oft bleibt ein Befall zunächst unbemerkt, bis er durch Stressbedingungen ausbricht – in den letzten Jahren war das oft die Trockenheit im Frühjahr und Frühsommer. Die Erstinfektion geht häufig von Verletzungen durch Frost oder Schädlinge aus. Eine direkte Bekämpfung des Pilzes mit Pflanzenschutzmitteln ist nicht möglich. Ist der Befall zu weit fortgeschritten, muss der ganze Baum entfernt werden. Das Holz sollte sofort aus dem Garten gebracht werden, um eine Ansteckung anderer Bäume zu verhindern.

Steffen bei den Johannisbeeren

Weiter ging es zu den Johannisbeeren. Nach fünf Jahren ist der Strauch abgetragen, sodass man dann durchaus mutig mit der Motorsäge rangehen kann. Allerdings braucht es anschließend zwei bis drei Jahre bis wieder ein Ertrag verzeichnet werden kann. Steffen Polinski erklärte, woran man das Alter der einzelnen Ruten erkennt und welche am besten nach Stufen geschnitten werden sollten. Von oben ist Luft und Licht nötig, um das Wachstum neuer Triebe anzuregen. Der Schnitt sollte so tief wie möglich an der Basis erfolgen, ohne dass Stummel stehen bleiben, weil sonst ein Pilzbefall droht. Der neue Trieb kommt dann von der Wurzel aus.

Als nächstes wurden die unterschiedlichen Schnittmethoden für Sauerkirsche und Pfirsich erklärt, auch die Besonderheiten für Spindelbäume und Spalierobst.

Trotz immer wieder einsetzenden Regens hielten die Kursteilnehmer durch und erwärmten sich anschließend bei Glühwein und einer deftigen Roten Wurst vom Grill und tauschten rege Erfahrungen aus.

Arbeiten im Garten im Januar

Blumen und Stauden

Gräser stehen lassen
Einziehende Ziergräser wie Pennisetum (Lampenputzergras) und Miscanthus (Chinaschilf) werden erst im Frühjahr (Ende April, Anfang Mai) geschnitten, wenn die Frostgefahr weitestgehend vorüber ist. Die alten Halme schützen das Herz der Gräser vor der Auswinterung. Ganz abgesehen davon geben die Halme dem winterlichen Garten Struktur und bieten für Vögel und Insekten Nahrung und Winterschutz. Wie schön wird der Januarraureif auf den trockenen Blättern aussehen!

Gemüse und Kräuter

Wintergemüse auf dem Speiseplan
Setzen Sie in den Wintermonaten verstärkt klassische Wintergemüse wie Sauerkraut, Grünkohl, Lauch und Knollensellerie auf den Speiseplan. Die darin enthaltenen Vitamine, Mineralstoffe und bioaktiven Substanzen haben besonders gesundheitsfördernde Wirkung.

Artischocken aussäen
Wussten Sie, dass sich Artischocken auch als Schmuckpflanzen verwenden lassen? Damit sich noch in diesem Jahr kräftige Blüten entwickeln, empfiehlt sich eine Aussaat in Töpfe oder eine Saatkiste bereits im Januar. Tipp: Legen Sie die Samen vorher einen Tag in warmes Wasser, dann keimen sie an einem temperierten Standort nach zwei bis drei Wochen.

Rosenkohlernte
Rosenkohl verträgt zwar Frost, bei längeren Perioden unter -10 °C sind die meisten Röschen aber nicht mehr zu gebrauchen. Wenn eine längere Frostperiode droht, lagern Sie die Strünke besser aufgehängt an einem kühlen Ort.

Scharfe Vinaigrette
Schon mal probiert, eine eigene scharfe Vinaigrette anzusetzen? Die getrockneten Schoten der Pfefferpaprika aus der Herbsternte werden dafür zerrieben und mit Oliven- und Sonnenblumenöl vermischt. Dazu kommen ein guter Schuss Essig, verschiedene Kräuter sowie Pfeffer. Die Schärfe, also das Capsaicin, befindet sich in der Plazentawand und in den Scheidewänden der Frucht, weniger im Fruchtfleisch selbst. Die Samenkörner enthalten – anders als vielfach beschrieben – weder viel Aroma noch Schärfe. Vorsicht: Waschen Sie nach dem Zerreiben der Paprika sehr gründlich die Hände. Kleinste Spuren der Inhaltsstoffe brennen nämlich teuflisch auf Schleimhäuten und empfindlichen Hautpartien!

Tee aus Thymian und Salbei
Ein schmackhafter und Husten stillender Tee lässt sich aus frisch geschnittenem Thymian und Salbei herstellen. Die beiden Halbsträucher sollten aber nicht zu weit heruntergeschnitten werden, damit sie bei späten Frostperioden nicht auswintern (zurückfrieren).

Obst

Schnitt von Reisern
Im Januar können für die Veredlung noch Reiser von Apfelsorten geschnitten werden, vorausgesetzt, sie haben noch nicht angetrieben. Wählen Sie Reiser von gut belichteten Baumpartien aus und bewahren Sie sie in feuchtem Sand im kühlen Keller auf. Für Steinobst insbesondere Süßkirschen ist der Zeitpunkt jetzt zu spät.

Glasierte Apfelstücke
Im Winter steigt der Appetit auf Süßes. Nutzen Sie doch mal einen Abend, um Apfelstücke zu glasieren. Dazu wird eine Lösung aus 500 g Zucker und 250 ml Wasser so lange gekocht, bis sie zähflüssig ist. Wenden Sie die vorher kurz in kochendes Wasser getauchten Apfelstücke in der Zuckermasse. Danach werden sie zum Trocknen ausgelegt oder aufgespießt.

Apfelrezept
Noch ein Apfelrezept: Über der Heizung aufgehängte oder auf Backpapier gelegte Apfelringe trocknen schnell, verströmen ein angenehmes Aroma und befeuchten die Raumluft. Die gesunde Süßigkeit lässt sich den ganzen Winter aus in Scheiben geschnittenen Äpfeln aller Sorten leicht gewinnen. Welche Sorten am besten schmecken, sollten Sie selbst ausprobieren. Gegen das Oxidieren, also Braunwerden, hilft ein kurzes Bad in verdünnter Zitronensäure.

Schutz vor Stachelbeermehltau
Der Amerikanische Stachelbeermehltau überwintert überwiegend als Pilzgeflecht in den Knospen der Triebspitzen von Stachelbeersträuchern. Deshalb lässt sich durch einen Rückschnitt der Triebspitzen das Infektionsrisiko deutlich senken. Entfernen Sie das Schnittgut vollständig. und geben Sie dieses aber nicht auf den Kompost, sondern entsorgen es am besten über den Hausmüll! Am besten resistente Sorten wählen.

Zimmerpflanzen
Bromelien zum Blühen bringen
Wenn die Bromelie nicht blühen will, schafft ein einfacher Trick Abhilfe: Stecken Sie die Pflanze zusammen mit einigen reifen Äpfeln ein paar Tage in eine luftdicht verschlossene Plastiktüte. Die Äpfel geben Ethylengas ab, das die Blütenbildung anregt.

Tiere im Garten

Vögel
Die großen Knospen von Laubgehölzen, aber auch die von Johannisbeersträuchern sind in den Wintermonaten bei Vögeln sehr beliebt. Da die Tiere durch die Knospen vermutlich ihren Wasserbedarf stillen wollen, sollten Sie ihnen an frostfreien Tagen zusätzlich auch immer frisches Wasser bereitstellen.

Sonstiges

Bodenuntersuchungen im eigenen Garten
Von Zeit zu Zeit ist es sinnvoll, den Gartenboden auf Nährstoffe und Säuregrad (pH-Wert) untersuchen zu lassen. Erkundigen Sie sich beim Landwirtschaftsamt bzw. bei den Fachberatern der Landkreise über die Möglichkeiten solcher Bodenuntersuchungen.

Auszug aus dem Ulmer Gartenkalender des LOGL

Arbeiten im Garten im November

Ziergehölze

Grabschmuck zu Allerheiligen
An Allerheiligen werden traditionell die Gräber neu gerichtet und geschmückt. Berücksichtigen Sie ruhig bei der Bepflanzung eventuelle Vorlieben der Verstorbenen und wählen Sie als Grabschmuck natürliche Materialien. Dann sind sie auch einfach zu kompostieren.

Rosen anhäufeln
Häufeln Sie Rosen rechtzeitig an, um die Pflanzen vor Frost zu schützen. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die empfindliche Veredlungsstelle gut geschützt überwintert.

Blumen und Stauden

Stauden pflanzen
Jetzt ist der letzte Zeitpunkt, um vor dem Winter noch Stauden zu pflanzen. Bei späterer Pflanzung können sich die Wurzeln nicht mehr genügend ausbreiten und reißen bei starken Frösten ab; die Pflanzen vertrocknen dann.

Blumenzwiebeln pflanzen
Bis Ende des Monats werden noch Blumenzwiebeln für das Frühjahr gepflanzt. Dazu gehören: Schneeglöckchen, Märzenbecher, Krokusse, Alpenveilchen, Tulpen, Narzissen, Blausternchen, Schneeglanz, Winterlinge, Hundszahn etc. Achten Sie darauf, dass Sie Blumenzwiebeln aus Kulturmaterial verwenden und keine Wildherkünfte kaufen. Besonders bei Schneeglöckchen, Alpenveilchen und Winterlingen werden immer noch viele Pflanzen aus der Natur entnommen (siehe dazu die Seite Artenschutz). Übrigens: Früher gruben Gärtner Holunderblätter unterhalb der Zwiebeln im Boden ein. Der Geruch der Blätter soll Wühlmäuse zumindest so lange fernhalten, bis die Blätter zersetzt sind. Die fleißigen Nager haben es übrigens ganz besonders auf Krokusse und Tulpen abgesehen, während Amaryllisgewächse, wie Schneeglöckchen, Märzenbecher und Narzissen gemieden werden. Dabei werden Zwiebeln genauso geschätzt, wie Triebe und Blüten, so dass es sinnvoll sein kann, im Frühjahr Fallen aufzustellen, damit die Mäuse sich mangels Alternativen zur Zeit der Krokusblüte nicht über den Frühjahrsflor hermachen.

Ziergräser noch nicht zurückschneiden
Einziehende Ziergräser wie Pennisetum (Pfeifenputzergras) und Miscanthus (Chinaschilf) werden erst im Frühjahr (Ende April, Anfang Mai) geschnitten, wenn die Frostgefahr weitestgehend vorüber ist, denn die alten Halme schützen das Herz der Gräser vor der Auswinterung. Ganz abgesehen davon geben die Halme dem winterlichen Garten Struktur und bieten für Vögel und Insekten Nahrung und Winterschutz. Wie schön wird der Januarraureif auf den trockenen Blättern aussehen! Damit die Pflanzen im Winter nicht auseinanderbrechen, kann man sie mit einem Draht leicht zusammenbinden.

Gemüse und Kräuter

Endivien schützen
Endivienpflanzen sind relativ frostempfindlich. Bedecken Sie die Köpfe gegebenenfalls mit Acryl-Vlies oder Lochfolie. Bei Gefahr von Temperaturen unter -5 °C sollten die Salatpflanzen geerntet und ungeputzt möglichst kühl und feucht gelagert werden.

Gemüselagerung
Lagern Sie nur absolut gesundes Gemüse ein, denn eingeschleppte Schädlinge und Schaderreger vernichten leicht den gesamten Bestand.

Obst

Obstbaumstämme kalken
Kalken Sie zu Beginn der Frostperiode die Stämme Ihrer Obstbäume mit Hydratweißkalk oder gelöschtem Branntkalk. Diese Maßnahme schützt die Stämme vor Frostrissen, verbessert die Baumgesundheit und mindert Schädlingsbefall. Das Kalken ist allerdings nur an jüngeren Obstbäumen sinnvoll, deren Stämme das Dickenwachstum noch nicht beendet haben.

Quittengelee
Quitten lassen sich hervorragend zu Gelee verarbeiten. Wenn Sie keinen Entsafter haben, können Sie sich mit einem Trick behelfen: Stellen Sie einen Stuhl verkehrt herum auf den Tisch und binden Sie die vier Enden eines Tuches an den Stuhlbeinen fest. Geben Sie den gekochten Quittenbrei hinein und stellen Sie unter das Tuch einen großen Topf. Der auf diese Weise gewonnene Saft ergibt feinstes Gelee.

Obsternte
Auch die letzten Äpfel, Birnen und Quitten sind nun geerntet, mit Ausnahme vielleicht der ganz späten Lagen. Selbst ein plötzlicher Nachtfrost schadet den Früchten in der Regel nicht, denn sie vertragen tiefe Temperaturen bis -6 °C ohne Probleme, vorausgesetzt, man erntet sie nicht im gefrorenen Zustand, sondern erst, wenn sie wieder aufgetaut sind.

Apfelringe
Noch ein Rezept für Äpfel: Über der Heizung aufgehängte Apfelringe trocknen schnell, verströmen ein angenehmes Aroma und befeuchten die Raumluft. Eine gesunde Nascherei lässt sich aus in Scheiben geschnittenen Äpfeln aller Sorten leicht gewinnen. Welche Sorte Ihnen am besten schmeckt, finden Sie am besten selbst heraus.

Gartenteich

Frostempfindliche Wasserpflanzen überwintern
Langsam ist es an der Zeit, frostempfindliche Wasserpflanzen zum Überwintern an einen geschützten Ort zu bringen. Bei dieser Gelegenheit können Sie auch heruntergefallene Blätter aus dem Teich entfernen.

Sonstiges

Vorratsschädlinge ausfindig machen
Nutzen Sie einen grauen Herbsttag, um die Lebensmittel im Küchenschrank auf Vorratsschädlinge zu kontrollieren. Verklumpte, von Gespinstfäden durchzogene Vorräte müssen entsorgt werden und gehören nicht auf den Kompost. Um einen Neubefall zu verhindern, sollten Sie alle gefährdeten Lebensmittel (zum Beispiel Nüsse, Müsliflocken, Mehl) in absolut dicht schließende Behälter füllen.

Aus dem Ulmer Gartenkalender des LOGL

Blumenschmuckabschlussfeier 2018

Blumenschmuck in Pflugfelden und die etwas andere Blume – Schmetterlinge!

Zum Ende des Gartenjahres trafen sich die Hobbygärtner zur Abschlussfeier des Blumenschmuckwettbewerbes in Pflugfelden. Georg Gnann, 1. Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Pflugfelden e.V., dankte den Pflugfelder Bürgerinnen und Bürgern für ihre so erfolgreiche Arbeit in den Gärten und auf den Balkonen, aber auch der Stadt Ludwigsburg für ihren großen Eifer für blühende Flächen im Stadtteil. „Blumenschmuckabschlussfeier 2018“ weiterlesen

Arbeiten im Garten im Oktober

Einlagerung von Dahlienknollen

Warten Sie mit dem Einlagern der Dahlienknollen ab, bis der erste Frost Blüten und Blätter vernichtet hat. Je später die Knollen aus dem Boden geholt werden, desto sicherer überwintern sie. Achten Sie darauf, dass die Knollen weder Sonne noch Wind ausgesetzt und gut abgetrocknet sind, bevor Sie sie in einem feuchten, kühlen Keller (5 °C) einlagern.

Gemüse und Kräuter

Ältere Rhabarberpflanzen teilen
Eine Faustregel besagt, dass alte Rhabarberpflanzen nach acht Jahren geteilt werden sollten. Jetzt ist eine gute Gelegenheit, die Wurzelstöcke auszugraben und nach der Teilung wieder auszupflanzen.

Sellerieknollen lagern
Sellerieknollen lassen sich zur Lagerung gut in einem kühlen Keller in feuchten Sand einschlagen. Setzen Sie die Knollen dicht aneinander so ein, dass Herzblätter und Knollenkopf frei bleiben. Tipp: Die Zugabe von Essig oder Zitronensaft verhindert, dass sich Sellerie beim Kochen schwarz verfärbt.

Gemüsebeete vorbereiten
Auf den Flächen, die Sie nächstes Jahr mit stark zehrendem Gemüse bepflanzen wollen, können Sie jetzt Kompost oder Mist einarbeiten. Der Kompost darf ruhig in halbreifem Zustand sein. Eine dicke Mulchschicht schützt den so vorbereiteten Boden über die Wintermonate vor Nährstoffauswaschung.

Gemüseaussaaten
Feldsalat und Spinat können noch bis Mitte des Monats ausgesät werden.

Tomaten nachreifen lassen
Lassen Sie Tomaten an der Pflanze nachreifen. Da die Pflanzen bis zum Frost blühen, werden selbst in warmen Jahren nicht alle Früchte reif. Am besten reifen Tomaten nach, wenn die Pflanzen gerodet und kopfüber aufgehängt werden. So können die Speicherstoffe aus den Stängeln noch in die Früchte wandern und deren Aroma verbessern.

Obst

Schnitt von Walnussbäumen
Wenn Ihr Walnussbaum zu hoch ist oder dürre Äste hat, sollten Sie ihn am besten unmittelbar nach der Ernte schneiden. Beschränken Sie sich auf das Herausnehmen einzelner Äste und achten Sie darauf, dass die Schnittstellen nicht einreißen, also stärkere Äste zuerst auf Stummel und dann auf Astring absägen.

Leimringe anlegen
Legen Sie rechtzeitig Leimringe an die Stämme Ihrer Obstbäume und der benachbarten Laubbäume an, um die Weibchen des Kleinen Frostspanners an der Eiablage zu hindern. Die Ringe (gut bewährt haben sich Fertigleimringe) müssen rundum dicht und fest am Stamm anliegen. Glätten Sie Unebenheiten mit einem Rindenkratzer und füllen Sie Ritzen und Risse mit Ton oder Lehm.

Obstlagerung
Reife Früchte und solche mit Faulstellen nicht einlagern. Lagern Sie nur absolut gesunde und trockene Früchte ein. Ernten Sie rechtzeitig und lagern Sie das Obst so kühl wie möglich. Wird es in perforierten Folienbeuteln aufbewahrt, ist eine ständige Kontrolle auf Fäulnis notwendig.

Fallobst verwerten
Fallobst ist eine gute Grundlage für ein schmackhaftes Apfelmus. Die Früchte werden geviertelt und in einem großen Topf bei schonender Hitze leicht verkocht. Mit einem Passiersieb wird das Mus dann von Kernen und Stielen befreit und mit Zimt (je nach Bedarf auch mit Honig, Ahornsirup oder einem Obstbrand) verfeinert, bevor es warm in Gläser abgefüllt wird.

Obsternte
Die späten Apfel- und Birnensorten werden jetzt reif. Andererseits ist in den späten bzw. höheren Lagen in diesem Monat auch schon mit den ersten Frösten zu rechnen, was aber nicht nur Nachteile hat, denn eine goldene Bauernregel sagt: „Nichts kann mehr vor Raupen schützen, als Oktobereis in Pfützen.“ Selbst ein kurzfristiger Nachtfrost schadet dem Kernobst nicht, denn die Früchte vertragen Temperaturen bis -5 °C ohne Probleme, wenn man sie nicht im gefrorenen Zustand erntet.

Quittenernte
Wichtiges Kriterium für den Erntezeitpunkt von Quitten ist der vollzogene Farbumschlag der Schale von Grün nach Gelb und ein deutlicher Rückgang des Filzüberzuges. Generell sollten Quitten nicht zu spät geerntet werden, da sonst mit Fleischbräune zu rechnen ist.

Walnussernte
Ende September/Anfang Oktober werden die Walnüsse geerntet. Der günstigste Erntezeitpunkt ist dann gekommen, wenn die Schale aufspringt und leicht entfernt werden kann. Ist sie noch geschlossen, müssen die Nüsse mit der Hand von der Schale befreit werden. Hierbei bietet sich das Tragen von Handschuhen an, da die Gerbstoffe in der Schale die Haut stark verfärben können. Wichtig ist, dass die Nüsse gut getrocknet (der Wassergehalt sollte weniger als 3 % betragen) und anschließend luftig gelagert werden, dann bleibt die gesundheitsfördernde Wirkung auch lange erhalten. Von einer Reinigung der Nüsse mit Wasser ist abzuraten, da die Gefahr einer Schimmelbildung am Kern zu groß ist.

Rasen

Wiesenpflege
Vor dem Herbst kann noch ein letztes Mal gemäht werden. Das Kraut wird von der Fläche entfernt und an einem separaten Platz kompostiert (der Kompost enthält sehr viele Samen, die nach dem Aufbringen des Kompostes und dem Auflaufen der Kräuter in manchen Bereichen stören).

Rasenpflege
Besonders bei Rasen oder Wiesen mit Zwiebelblumen ist dieser Schnitt wichtig, weil der nächste Schnitt erst im Frühjahr nach der Zwiebelblüte möglich ist.

Gartenteich

Teichpumpen reinigen
Nutzen Sie die ersten Herbsttage, um das hydraulische System der Teichpumpe zu reinigen, alle Leitungen zu leeren und die Pumpe in den Keller zu räumen. Intensive Frostperioden könnten sonst Schäden an der Installation verursachen. Die Pumpe lagert man am besten in einem mit Wasser gefüllten Eimer und kontrolliert den Wasserstand regelmäßig.

Kübelpflanzen

Empfindliche Kübelpflanzen einräumen
Empfindliche Kübelpflanzen sollten allmählich an einen frostsicheren Platz gestellt werden. Oleander verträgt dagegen kurzfristig leichte Minustemperaturen. Lassen Sie ihn ruhig etwas länger im Freien, dann schließen die Triebe besser ab und die Pflanze übersteht die Wintermonate besser.

Pflanzenschutz

Nistkästen reinigen
Wenn Sie im Garten Nistkästen für Vögel aufgehängt haben, ist jetzt ein günstiger Zeitpunkt, um sie zu reinigen. Gleich wieder aufgehängt wird sie vielleicht manch ein gefiederter Gartenfreund als Winterbehausung nutzen. Aber Achtung dabei Handschuhe anziehen, da verschiedene Parasiten zu Hautreizungen führen können.

Feldmausbefall verringern
Stellen Sie rechtzeitig die Sitzkrücken für tagaktive Beutegreifer wie Turmfalke, Bussard, Milan, Habicht oder Sperber auf und sorgen Sie für geeignete Mauswieselverstecke in der Nähe der Bäume.

Auszug aus dem Ulmer Gartenkalender des LOGL

Arbeiten im Garten im September

Blumen und Stauden

Blumenzwiebeln setzen
Damit Sie sich bereits im Frühjahr an den ersten Blüten im Garten erfreuen können, sollten Sie jetzt Zwiebeln von Tulpen, Narzissen und anderen Frühjahrsblühern in den Boden legen. Eine Faustregel besagt: Die Zwiebeln doppelt so tief ablegen, wie sie hoch sind.

Staudenpflanzsaison

Ende August beginnt bereits die Staudenpflanzsaison. Gepflanzt werden jetzt Madonnenlilien, Pfingstrosen, Kaiserkronen, Herbstzeitlose, Herbstkrokusse und Stauden, die im Frühsommer des kommenden Jahres blühen.

Abgeblühte Stauden
Aus optischen Gesichtspunkten können abgeblühte Stauden zurückgeschnitten werden. Das kann auch einen weiteren Vorteil haben, denn bei manchen Arten kommt es so zu einer Nachblüte im Herbst. Bedenken Sie aber auch, dass für die Tiere ausreichend Stängel stehen bleiben sollten. Viele Insekten und Vögel ernähren sich außerdem von den Samen. Und wenn Sie selbst aussäen wollen, sollten die abgeblühten Stängel ohnehin bis zur Samenreife stehen bleiben.

Gemüse und Kräuter

Schnecken bekämpfen
Damit die Schnecken nicht gleich im Frühjahr über die ersten Pflanzen im Garten herfallen, sollten Sie mit der Bekämpfung so lange wie möglich fortfahren. Legen Sie dazu Bretter zwischen den Beeten aus und sammeln Sie täglich die darunter befindlichen Schnecken und Eier ab.

Gemüseaussaaten
Diesen Monat können folgende Gemüsearten für die Herbsternte ausgesät werden: Feldsalat, Radicchio, Endiviensalat, Schnittsalat, Spinat, Herbstrüben, Chinakohl, Pak Choi, Radieschen, Winterrettich, Rettich, Rübstiel, Petersilie, Kresse, Blumenkohl, Winterportulak, Löffelkraut, Knollenfenchel, Frühlingszwiebeln und Möhren. Wenn Sie in tiefe Rillen säen, bleibt es am Grund der Rille auch im Sommer feuchter, sodass die Pflanzen besser auflaufen. Außerdem wird so das Wässern erleichtert. Einige Arten können auch in Schalen oder Topfplatten für das Herbstbeet vorkultiviert werden.

Gemüse auspflanzen
Folgende vorkultivierte Gemüsearten oder Staudengemüse können gepflanzt werden: Kohlrabi, Brokkoli, Grünkohl, Chinakohl, Wirsing, Kopfsalat, Winterendivie und Porree. Eine gute Pflanzschaufel oder ein Pflanzstock erleichtert die Pflanzarbeiten. Gepflanzt werden sollte morgens oder abends bzw. bei bedecktem Himmel. Gutes Angießen ist in dieser Jahreszeit besonders wichtig.

Gemüsereihen vereinzeln
Damit sich Möhren, Fenchel, Schwarzwurzeln und Rote Bete kräftig entwickeln können, sollten Sie die Reihen immer im Auge behalten. Wenn zu dicht gesät wurde, muss der Abstand durch das Herausziehen einzelner Pflanzen wieder vergrößert werden. Ausgezogene Rote Bete und Knollenfenchel können übrigens wieder neu aufgepflanzt werden (am besten bei bedecktem Himmel oder in Regenperioden).

Blumenkohl
Werden bei Blumenkohl, kurz bevor sich die Blume ausbildet, die Blätter über den Kopf geknickt, bleibt die Blume unter dem Schutz des Blätterdaches weiß und zart.

Kübelpflanzen

Oleander vermehren
Selbst vermehrte Oleanderpflanzen sind ein schönes Hobby. Wenn Sie Ihren Oleander ab sofort nicht mehr düngen, aber weiterhin regelmäßig gießen, können Sie von einjährigen, kräftigen Trieben Stecklinge schneiden. Sie bewurzeln sich innerhalb von vier Wochen und können dann in einen hübschen Topf gepflanzt werden.

Aus dem Ulmer Gartenkalender des LOGL

Arbeiten im Garten im August

Ziergehölze

Heide im Garten
Der August ist die Zeit der Heideblüte. Dann tauchen sich bestimmte Landstriche in ein intensives Dunkelrosa. Auch im Garten macht die Besenheide (Calluna vulgaris) eine gute Figur und bringt zum Ende des Sommers nochmal einen Blütenhöhepunkt. Sogenannte „Knospenblüher“ (das sind Sorten der Besenheide, deren Blüten nicht aufgehen) erfreuen besonders lange mit farbigem Flor.

Blumen und Stauden

Wiesenpflege
Nach der Blüte bzw. der zweiten Samenbildung wird die „Blumenwiese“ gemäht. Sollte das Schnittgut kompostiert werden, enthält dieses noch viele Samen, die nach dem Aufbringen und Auflaufen der Kräuter nicht in allen Gartenbereichen erwünscht sind.

Staudenvermehrung
Jetzt können Juniblüher umgepflanzt oder geteilt werden. Dazu gehören Margerite, Islandmohn, Brennende Liebe, Alpenaster, Hornkraut, Polsterphlox, Mädchenauge, Kokardenblume und andere kurzlebige Frühsommerblumen. Kräftig zurückgeschnitten werden die Stauden in ein mit Kompost vorbereitetes Beet gepflanzt und gut gewässert.

Lavendel und Salbei
Lavendel und Salbei kann man nach der Blüte (nicht zu tief) zurückschneiden.

Gemüse und Kräuter

Salate für den Herbst pflanzen

Im August können Sie noch Salate für die Herbsternte pflanzen: Kopfsalat, Eissalat, Endivien, Romana-Salat und Radicchio sollten locker stehen, damit sie nach Taubildung und Niederschlägen rasch abtrocknen können, sonst ist die Gefahr von Pilzinfektionen groß.

Lager vorbereiten
Allmählich ist es Zeit, die Lagerräume herzurichten und gründlich zu säubern. Denken Sie aber daran, dass Obst und Gemüse möglichst nicht gemeinsam gelagert werden sollen. Insbesondere reife Äpfel produzieren Ethen-Gas (auch Äthen, Ethylen oder Äthylen), was den Reifeprozess anderer Früchte und Gemüse stark beeinflusst und beschleunigt.

Feldsalat säen
Im August können Sie bereits Feldsalat säen, und zwar in Reihen oder breitwürfig (zum Beispiel unter die Tomaten). Vorsicht: Die Samen des Feldsalates müssen besonders flach gesät werden.

Gemüse anhäufeln und aussäen
Buschbohnen, Fenchel, Kohl und Lauch sollten jetzt angehäufelt werden. Außerdem können im August folgende Gemüsearten für die Überwinterung ausgesät werden: Frühlingszwiebeln, Petersilie, Löffelkraut, Schwarzwurzel, Spitzkohl, Winterwirsing, Winterportulak, Kümmel und Winterkresse.

Gemüseaussaaten
Außerdem können im August folgende Gemüsearten für die Überwinterung ausgesät werden: Frühlingszwiebeln, Petersilie, Löffelkraut, Schwarzwurzel, Spitzkohl, Winterwirsing, Winterportulak, Kümmel und Winterkresse.

Kulturmaßnahmen an Tomaten

Tomaten wachsen jetzt sehr schnell. Die Pflanzen sollten ständig „entgeizt“ werden, das heißt, die sich in den Blattachseln bildenden Seitentriebe werden ausgebrochen.

Teekräuter
Thymian, Pfefferminze, Salbei und Oregano sollten immer als Teekräuter in der Küche vorhanden sein. Sie werden nach dem Schnitt an einem dunklen, trockenen Ort getrocknet und dann einfach mit heißem Wasser aufgegossen. Die ätherischen Öle der vier Kräuter halten gesund und munter. Welche Mischung Ihnen am besten schmeckt, sollten Sie selbst ausprobieren. Tipp: Mischen Sie doch einmal Salbei und Thymian.

Knoblauch pflanzen
Zwischen August und Oktober sollten Sie es nicht verpassen, Knoblauch zu pflanzen. Das Zwiebelgewächs sieht nicht nur apart aus, sondern schützt auch andere Pflanzen vor Pilz- und Insektenbefall, so zum Beispiel Rosen vor Sternrußtau und Erdbeeren vor Grauschimmel. Auch dem Sommerphlox und Tomaten soll Knoblauch als Nachbar gut tun.

Gründüngung
Jetzt haben Sie noch die Möglichkeit, Gründüngungspflanzen zur Bodenverbesserung einzusetzen. Dazu gehören Arten wie Ölrettich, Gelbsenf und Inkarnatklee. Das Saatgut sollte bis spätestens Mitte des Monats ausgesät sein, damit die Pflanzen die Nährstoffe im Boden noch rechtzeitig bis zum Herbst binden können. Außerdem ist Ölrettich nicht winterhart.

Obst

Walnüsse schneiden
Wenn der Walnussbaum zu groß geworden ist, können Sie jetzt ausladende Kronenteile oder störende Äste problemlos entfernen. Die Schnittmaßnahme sollten vor dem Laubfall abgeschlossen sein.

Himbeeren mulchen
Setzen Sie zur Unkrautbekämpfung oder Bodenlockerung in den Himbeeren auf keinen Fall die Hacke ein. Selbst kleinste Verletzungen bilden Eintrittspforten für die Erreger der Himbeerrutenkrankheit. Daher die Himbeeren am besten mit organischem Material z.B. Grasschnitt mulchen, um Unkräuter zu unterdrücken und die Bodenstruktur zu verbessern.

Erdbeerpflanzung
Erdbeeren können bis Mitte August gepflanzt werden. Als Pflanzgut verwendet man zugekaufte Grünpflanzen (Bündelware) oder selbstgewonnene Ableger. Am besten sind jedoch Pflanzen mit einem Jiffy-Presstopf-Erdballen. Wichtig ist, dass die Pflanzen gesund und gut bewurzelt sind. Nach dem Pflanzen benötigen sie auf jeden Fall eine Bewässerung. Die Pflanzabstände betragen 60 bis 80 cm und in der Reihe 30 bis 35 cm.

Obst ernten
Geerntet wird Obst am besten frühmorgens, dann ist das Obst noch recht kühl. Niemals in der Mittagshitze ernten! Zur Verbesserung der Haltbarkeit sollte geerntetes Stein- und Beerenobst möglichst schnell an einem kühlen Ort oder im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Brombeerernte
Im August ist der Höhepunkt der Brombeerernte. Lassen Sie die Früchte gut ausreifen, sodass sie bereits weich werden und sich leicht vom Kelch lösen lassen. Dann müssen die Früchte aber rasch verbraucht werden!

Ernte von Klaräpfeln
Die Augustäpfel (Klaräpfel) werden in warmen Jahren bzw. Lagen schon im Juli reif. Wer nicht nur Apfelmus daraus machen möchte, sondern auch Äpfel für den Frischverzehr wünscht, muss rechtzeitig mit der Ernte beginnen. Sind die Früchte vollreif, fallen sie schon beim leichten Windstoß zu Boden und sind dann nicht mehr lagerfähig. Überhaupt lassen sich Klaräpfel nicht lange aufbewahren.

Pflanzenschutz

Unterschlüpfe für Igel

Haben Sie schon einmal daran gedacht, nützlichen Tieren wie Igeln einen geschützten Platz im Garten zu schaffen? Dazu eignet sich hervorragend die Anlage eines Altholzhaufens in einem abgelegenen Winkel. Schichten Sie die Äste und Zweige möglichst dicht und lassen Sie den Haufen mit Brombeeren überwuchern.

Mäuse im Garten

Wenn Sie im Garten Probleme mit Wühl- und Feldmäusen haben, sollten Sie mit der Bekämpfung nicht erst bis zur Winterruhe warten.

Aus dem Ulmer Gartenkalender des LOGL

Arbeiten im Garten im Juli

Blumen und Stauden

Iris vermehren
Schwertlilien (Iris) lassen sich nach der Blüte gut durch Teilung vermehren. Graben Sie die Pflanzen aus und schneiden Sie die möglichst gut bewurzelten Rhizome in Teilstücke, um sie am neuen gut vorbereiteten, sonnigen Standort einzupflanzen. Vorsicht: Schwertlilien vertragen weder Torf noch hohe Kompost- und Düngergaben!

Abgeblühte Stauden
Aus optischen Gesichtspunkten können abgeblühte Stauden zurückgeschnitten werden. Das kann auch einen weiteren Vorteil haben, denn bei manchen Arten kommt es so zu einer Nachblüte im Herbst. Bedenken Sie aber auch, dass für die Tiere ausreichend Stängel stehen bleiben sollten. Viele Insekten und Vögel ernähren sich außerdem von den Samen. Und wenn Sie selbst aussäen wollen, sollten die abgeblühten Stängel ohnehin bis zur Samenreife stehen bleiben.

Gemüse und Kräuter

Zuckerhut pflanzen
Spätestens jetzt sollten Sie Zuckerhut pflanzen, damit die Köpfe im Spätherbst und Frühwinter erntefertig sind. Achten Sie darauf, dass auf dem Beet mindestens drei Jahre keine anderen Salate gestanden haben. Übrigens: Zuckerhut braucht einen Pflanzabstand von mindestens 30 x 30 cm, sonst kommt es zu kleinen Köpfen und verstärktem Fäulnisbefall.

Küchenkräuter konservieren
Wenn die Küchenkräuter in der Julisonne so üppig wachsen, dass Sie die anfallenden Mengen nicht frisch verbrauchen können, sollten Sie die Kräuter kurz waschen und anschließend konservieren. Zum Trocknen wird das Erntegut an einem schattigen, luftigen Ort ausgebreitet oder gebündelt aufgehängt, um es später in gut schließenden Gefäßen aufzubewahren. Sie können die Kräuter auch schneiden und in kleinen Portionen einfrieren oder mit Essig und Olivenöl aufgießen und gut verschlossen kühl aufbewahren.

Obst

Süßkirschen schneiden
Nach oder noch während der Ernte können Sie Süßkirschenbäume schneiden, da die Wunden besser verheilen. Bei kleineren Bäumen können Sie Konkurrenztriebe an der Baumspitze und an Seitenästen auch durch Reißen entfernen.

Apfelbäume kontrollieren
Vergessen Sie nicht, die Apfelbäume weiterhin regelmäßig auf Mehltaubefall zu kontrollieren und befallene Partien auszuschneiden. Da die Pilzsporen in den Endknospen der diesjährigen Triebe überwintern, können sie sonst im nächsten Jahr sofort die neuen Blätter befallen.

Apfelhaltbarkeit verbessern
Stippeanfällige Apfelsorten wie Jonagold, Braeburn, Cox Orange oder Boskoop können zur Verbesserung der Haltbarkeit noch mit Kalziumpräparaten behandelt werden. Dabei ist es wichtig, das die Früchte mit dem Nährstoff benetzt werden, da die Aufnahme und die Verteilung über die Blätter und die Wurzel unzureichend ist. Kalzium ist wichtig für die Stabilität der Schale und des Fruchtfleisches und verhindert die typischen Stippeflecken, die braun eingesunkenen Stellen unterhalb der Schale.

Erdbeervermehrung
Die kräftigsten Ausläufer der Erdbeeren, die bereits Wurzeln gebildet haben, können jetzt in Töpfe gepflanzt werden – eine Arbeit, die man am besten gegen Abend oder morgens an einem schattigen Ort durchführt. Bis zum August haben die jungen Pflanzen einen guten Ballen gebildet und können in einem neuen Erdbeerbeet aufgepflanzt werden.

Pflanzenschutz

Kraut- und Braunfäule
Ein Befall mit Kraut- und Braunfäule beginnt bei der Tomate mit braunen, runzeligen Flecken auf den unteren Blättern, die sich rasch vergrößern und danach auf benachbarte Blätter, Stängel und später Früchte übergehen. Da die Infektion in erster Linie über erkrankte Kartoffelpflanzen erfolgt, sollten Tomaten und Kartoffeln nicht in unmittelbarer Nachbarschaft gepflanzt werden. Außerdem sollten Sie Maßnahmen ergreifen, damit Pflanzenteile nicht zu lange feucht bleiben. Setzen Sie die Tomaten also an einen sonnigen und möglichst überdachten Standort (Regenschutz), gießen Sie direkt an die Wurzel und sorgen Sie für ausreichenden Pflanzenabstand.

Rhododendronzikade
Zur Bekämpfung der Rhododendronzikade, die Wegbereiter für das Knospensterben ist, können Sie Gelbtafeln in die Büsche hängen. Damit lässt sich ein Teil der flugfähigen Tiere abfangen. Gegen die Zikaden, die am Rhododendron großen Schaden anrichten, kann man natürlich auch mit geeigneten, im Haus- und Kleingarten zugelassenen Pflanzenschutzmitteln vorgehen. Die Spritzungen sollten nur sehr früh morgens oder spät abends ausgeführt werden, dann sind die ansonsten sehr flinken Tierchen träger.

Sonstiges

Holz im Außenbereich
Wenn der Gartenzaun oder Holzbauteile im Außenbereich einen neuen Anstrich nötig haben, verwenden Sie eine weitgehend lösungsmittelfreie Wetterschutzlasur, die das Holz außerdem „atmen“ lässt, das heißt, die Poren nicht versiegelt, sondern einen Feuchtigkeitsaustausch zulässt.

Bodenverdichtungen beheben
Besonders auf schweren Böden kann es über die Jahre zu Bodenverdichtungen kommen. Gründüngung wirkt dem entgegen. Die genannten Gründüngungspflanzen haben die Eigenschaft, sehr tief zu wurzeln und auch vorher nicht benutzbare Bodenschichten biologisch zu beleben. Als positiver Nebeneffekt dienen sie als Bienenweidepflanzen Aussaatmengen für Gründüngung in g/100 qm (Auswahl)Kreuzblütler: Lihoraps, Senf 200, Ölrettich 300; Korbblütler: Sonnenblumen 400; Leguminosen: Wicken, Felderbsen 1700, Lupinen 2500, Weißklee, Gelbklee und andere Kleearten 150-300; Wasserblattgewächse: Phacelia 150.

Aus dem Ulmer Gartenkalender des LOGL

Theaterbrettle Plüderhausen 2018

Das Plüderhauser Theaterbrettle gehört zu den drei besten Mundartbühnen Baden-Württembergs. Das wurde auch an diesem Abend wieder unter Beweis gestellt.

Das Motto der Bühne „Lachen, gute Laune, mal abschalten, weg vom Alltag, gut essen und trinken!“ trifft voll zu. Die turbulente Komödie „Koi Plätzle für´s Schätzle“ stand auf dem Programm. Und es ging wirklich turbulent zu!

Im schon etwas heruntergekommenen Rems-Hotel quartiert sich Dr. Gerber mit seiner Sprechstundenhilfe ein, um am guten Betriebsklima zu „arbeiten“. Ein Paar in den Flitterwochen, ein Orchestermusiker, das schlagfertige Hotelpersonal und schlussendlich die Ehefrau Dr. Gerber´s sorgen für Chaos auf dem Hotelfluren. Die Fragen, woher der penetrante Geruch im Haus, wo das Zimmer mit der Nr. 13 ist, und wo denn die Harfe nun hingehört, waren lange offen. Witzige Dialoge und turbulente Szenen hielten das Publikum in Atem.

Es war ein herrlicher Abend, an dem die Lachmuskeln wirklich viel aushalten mussten, auch wenn es gegen Mitternacht ging, bis alle wieder wohlbehalten zu Hause waren.

Gartenfest 2018

Die Wettervorhersage für das 15. Gartenfest war nicht vielversprechend. Gewitter sollten bei hochsommerlichen Temperaturen im Tagesverlauf über das Land ziehen. Entsprechend viele Blicke gingen immer wieder zum Himmel.

Der Wettergott meinte es aber wieder sehr gut. Herrliches Wetter von morgens bis abends. Mit dem Gottesdienst im Grünen begann der Tag besinnlich. Viele Besucher kamen extra früher, um noch einen Platz im Schatten zu ergattern. Die Flötengruppe der Familie Klein begleitete die Kirchengemeinde beim Gesang.

Tische und Bänke waren im ganzen Garten verteilt und mittags waren nur noch wenige Plätze frei. Das freut natürlich alle Helfer.

Wieder waren viele wunderbare Kuchen der fleißigen Bäckerinnen im Angebot, die auch ruck zuck verkauft waren.

Ohne einen Regentropfen konnte das Fest zu Ende gehen, wofür wir sehr dankbar sind. Erst in der Nacht, als das meiste schon ins Trockene geräumt war, kam ein Regenschauer.

Arbeiten im Garten im Juni

Blumen und Stauden

Nachblüte beim Rittersporn fördern
Rittersporn blüht nach der Hauptblüte im Juni ein zweites Mal im September, wenn Sie die Staude direkt nach dem Verblühen etwa handbreit über dem Boden zurückschneiden – das Wässern und Düngen nicht vergessen.

Kräuter verjüngen
Um die halbstrauchig wachsenden Kräuter wie Salbei, Thymian, Ysop und Lavendel vor der Vergreisung zu bewahren, können die Pflanzen nach der Blüte zurückgeschnitten werden. Sie danken es mit reichem Austrieb aus der Basis und bilden wieder dichte Büsche. Die abgeschnittenen Zweige lassen sich übrigens getrocknet gut verwenden. Schneiden Sie die Pflanzen am besten, wenn der Himmel bedeckt ist.

Sommerblumen pflanzen

ID 744 Agaratum.jpg

Im Juni können noch empfindliche Sommerblumen für Kübel, Kästen und Beete gepflanzt werden. Dazu gehören Leberbalsam (Ageratum), Fuchsschwanz (Amarantus), Ochsenzunge (Anchusa), Löwenmaul (Antirrhinum), Bärenohr (Arctotis), Spinnenpflanze (Cleome), Schmuckkörbchen (Cosmos), Mittagsgold (Gazania), Männertreu (Lobelia), Levkoje (Matthiola), Gauklerblume (Mimulus), Ziertabak (Nicotiana), Petunie (Petunia), Feuersalbei (Salvia), Studentenblume (Tagetes), Verbene (Verbena) und Zinnie (Zinnia).

Düngung
In warmen, feuchten Perioden werden durch Mikroorganismen in vielen Böden Nährstoffe freigesetzt. Seien Sie deshalb vorsichtig mit zusätzlicher Düngung. Stauden auf überdüngten Standorten neigen zur „Mastigkeit“ und können umfallen. Die Attraktivität für Schädlinge nimmt außerdem zu.

Gemüse und Kräuter

Gemüsezwiebeln nachdüngen
Gemüsezwiebeln haben einen höheren Nährstoffbedarf als Speisezwiebeln. Daher empfiehlt sich Ende Juni eine Nachdüngung am besten in flüssiger Form. Achten Sie ab jetzt auch auf eine regelmäßige Wasserversorgung, da der Wasserbedarf mit der Zwiebelbildung steigt.

Beetpflege
Damit Möhren, Fenchel, Schwarzwurzeln und Rote Bete kräftig werden können, sollten Sie die Reihen immer im Auge behalten. Wenn zu dicht gesät wurde, muss der Abstand durch das Herausziehen einzelner Pflanzen wieder vergrößert werden. Ausgezogene Rote Bete kann übrigens wieder neu aufgepflanzt werden.

Tomate

Ein Befall mit Kraut- und Braunfäule beginnt bei der Tomate mit braunen, runzeligen Flecken auf den unteren Blättern, die sich rasch vergrößern und danach auf benachbarte Blätter, Stängel und später Früchte übergehen. Da die Infektion in erster Linie über erkrankte Kartoffelpflanzen erfolgt, sollten Sie Tomaten und Kartoffeln nicht in unmittelbarer Nähe anbauen. Außerdem sollten Sie Maßnahmen ergreifen, damit Pflanzenteile nicht zu lange feucht bleiben. Setzen Sie die Tomaten also an einen sonnigen Standort, gießen Sie direkt an die Wurzel und sorgen Sie für ausreichenden Pflanzenabstand. Am besten und sichersten wachsen Tomaten, wenn sie überdacht kultiviert werden.

Obst

Erdbeerernte
Beim Ernten von Erdbeeren dürfen Sie die angefaulten und beschädigten Früchte auf keinen Fall hängen lassen, sonst werden gesunde Früchte infiziert. Ein Tipp: Sammeln Sie die schadhaften Früchte in einem zweiten Körbchen, denn sie lassen sich problemlos kompostieren.

Birnen bei Bedarf wässern

Die Steinzellenbildung bei Birnenfrüchten ist sortenabhängig, aber auch auf Trockenheit während der Fruchtentwicklung zurückzuführen. Wässern Sie daher die Bäume, wenn in den nächsten Wochen wenig Regen fällt.

Äpfel ausdünnen
Die Fruchtzahl pro Baum in guten Lagen muss noch reguliert werden. Wenn der sogenannte Junifall abgeschlossen ist, kann beim Apfel noch mit der Hand ausgedünnt werden, das heißt, bei Sorten mit zu hohem Fruchtansatz werden überschüssige Früchte von Hand entfernt. Je früher dies geschieht, desto besser ist es für die Blütenbildung im nächsten Jahr. Äpfel sollten so vereinzelt werden, dass pro Fruchtstand bei kleinfrüchtigen Sorten wie Rubinette oder Elstar eine Frucht und bei großfrüchtigen Sorten wie Boskoop oder Jonagold zwei Früchte bleiben. Bei dieser Maßnahme kann schon eine Vorsortierung am Baum vorgenommen werden, das heißt, man kann beschädigte und ungünstige Früchte direkt entfernen.

Juniriss
Krautige Triebe, die für den Baumaufbau nicht benötigt werden oder an ungünstigen Positionen stehen, sollten Sie jetzt wegreißen. Das Reißen geht schneller als das Schneiden, fördert die Wundheilung und reduziert den Neuaustrieb im nächsten Jahr.

Handausdünnung von Steinobst
Hierbei können folgende Fruchtzahlen angestrebt werden: – Pfirsiche: faustbreiter Abstand zwischen den Früchten notwendig, da sonst kurz vor der Ernte ein Abdrücken der Früchte droht. – Zwetschgen: max. 20 Früchte pro lfm Fruchtholz.

Holundersekt
Holundersekt ist ein erfrischendes Getränk aus den Blüten des Holunders. Holunderblüten werden mit kochendem Wasser übergossen und bleiben darin einen Tag liegen. Danach werden die Blüten abgesiebt und der Aufguss wird mit 1 kg Zucker je 1 kg Blüten und 20 g Zitronensäure vermischt. Der Sirup wird abgefüllt und an einem kühlen Ort gelagert. Vermischt mit Wasser oder Sprudel wird daraus ein erfrischendes Sommergetränk. Auch die Blüten der Indianernessel (Monarda didyma) eignen sich zur Sirupherstellung.

Erdbeeren richtig bewässern
Erdbeeren sollten nur bei Trockenheit bewässert werden, denn zu viel Wasser fördert Fäulnis und verschlechtert den Geschmack. Unterlegtes Stroh sorgt für saubere Früchte und verringert die Gefahr von Fäulnis.

Balkon und Terrasse

Blattaufhellungen bei Zitrusgewächsen
Wenn das Orangen- oder Zitronenbäumchen auf der Terrasse Blattaufhellungen zeigt, ist das meistens ein Zeichen für Eisenmangel. Hier helfen Spezialdünger für Zitrusgewächse, die Eisen in schnell aufnehmbarer Form enthalten. Verabreichen Sie den flüssigen Eisendünger möglichst an sonnigen Tagen über das Blatt. Die Pflanzen können dann das notwendige Eisen besonders rasch aufnehmen.

Gartenteich

Fischkauf
Kaufen Sie die Fische für Ihren Teich am besten im Juni, denn dann sind die Temperaturen ausreichend hoch und die Tiere gewöhnen sich rasch an die neue Umgebung. Wichtig: Den Transportbeutel auf das Wasser legen und mindestens eine Stunde dort lassen, bevor man ihn vorsichtig öffnet. Auf diese Weise gleicht sich die Wassertemperatur im Beutel an diejenige im Teich an. Wichtig ist auch, das Ganze bei nicht zu warmem Wetter zu machen und den Beutel nicht der vollen Sonne auszusetzen, ansonsten wird die Temperatur im Beutel für die Fische rasch zu hoch und sie gehen ein.

Pflanzenschutz

Laufkäfer fördern
Laufkäfer sind nützliche Helfer im Garten, da sie Schnecken, Raupen, Ameisen, Engerlinge, Kartoffelkäfer, Drahtwürmer und Blattläuse fressen. Schaffen Sie für die nachtaktiven Käfer Unterschlupfmöglichkeiten unter Brettern, Steinen, in Laubhaufen oder alten Kompostmieten und verzichten Sie möglichst auf chemischen Pflanzenschutz.

Maden in Kirschen
Befinden sich in den Kirschfrüchten kleine, weiße Maden, ist Ihr Kirschbaum von der Kirschfruchtfliege befallen. Die befallenen Früchte können Sie nicht mehr verwerten. Um einen erneuten Befall im nächsten Jahr zu verhindern, müssen Sie alle madigen Kirschen abernten, damit die Larven nicht zu Boden fallen und dort überwintern.

Sonstiges

Bewässerung leichter Böden
In manchen Jahren kann es im Juni schon sehr heiß werden, sodass besonders auf leichten Böden bewässert werden muss. Aber übertreiben Sie das Gießen und Sprengen nicht, denn erstens fördern Sie dadurch auch die unerwünschten Wildkräuter und zweitens werden gerade auf leichten Böden bei starker Bewässerung die Nährstoffe (besonders Stickstoff) mit ausgewaschen. Verwenden Sie zum Wässern kein wertvolles Trinkwasser. Eine Regenwasserzisterne liefert billiges, weiches Gießwasser. Besonderer Tipp: An den Boden und das Klima angepasste Pflanzen müssen seltener gewässert werden.

Falscher Mehltau an Wein
Sind auf den Blättern Ihrer Weinstöcke ölige Flecke zu sehen und zeigt sich später auf der Blattunterseite ein weißlicher Pilzrasen, hat sich der Falsche Mehltau auf Ihrem Wein ausgebreitet. Eindämmen können Sie die Infektion, indem Sie stehendes Wasser auf allen Pflanzenteilen vermeiden. Entfernen Sie außerdem jegliches Infektionsmaterial wie Falllaub und ungenießbar gewordene Lederbeeren.

Auszug aus dem Ulmer Gartenkalender LOGL